Halbzeittagung der Landesliga Nord

 
 
 

 

 

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10.01.05

Spielabsagen hielten sich in Grenzen

Über der Halbzeittagung der Fußball-Landesliga Nordbayern im Sportheim von Bayern Kitzingen lagen einige Schatten, die Spielgruppenleiter Christof Hille in seinem Rückblick auch gar nicht verschweigen wollte. Alle 19 Vereine hatten Vertreter entsandt. So sprach der Funktionär unerfreuliche Begebenheiten an, hervorgerufen durch die Rowdys aus Hof. Das Sportgericht musste sich damit befassen. Mittlerweile haben die Bayern-Verantwortlichen alle Vereine der Landesliga schriftlich informiert und um entsprechende Vorkehrungen gebeten. So sollen auch keine Bierflaschen - sie wurden als Wurfgeschosse verwendet - an die so genannten Fans verkauft werden. Die Wellen der Empörung schlugen beim Ex-Bayernligisten aber hoch, weil die Spvgg Bayreuth II das Punktspiel in Hof im November 2004 mit der kompletten ersten Mannschaft bestritt und auch prompt auf der Grünen Au drei Punkte holte. Der Einspruch der Gastgeber beim Sportgericht wurde aber abgewiesen, weil die Spielbestimmungen und die Vorgabe des Deutschen Fußballbundes eine solche Maßnahme rechtlich erlaubten. Glücklich war aber keiner der Offiziellen darüber. Hille hielt diesen Vorfall zumindest sportmoralisch für sehr bedenklich, schloss eine Wiederholung aber aus. Er appellierte an beide oberfränkischen Vereine, das Kriegsbeil zu begraben. Zusätzlich will der Bayerische Fußballverband eine Neuregelung beim DFB beantragen. Für und Wider gab es in der Versammlung für den Vorschlag des Hofer Vertreters, einen Ehrenkodex für alle Clubs einzuführen. Kein Verständnis hatte der Gruppenleiter auch für die Einsätze von zwei noch gesperrten Spielern durch die Bayreuther. Das Sportgericht reagierte sportlichem Sektor gab es in der Vorrunde 13 Spielabsagen. »Das hält sich im Rahmen,« so Hille. Die Schiedsrichter verteilten 30 Rote Karten, im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 27. Elf Meldungen gegen Trainer, Betreuer und Zuschauer beschäftigten das Sportgericht. Ohne einen Kontakt zu den Richtern blieben Alemannia Haibach, TSV Sulzfeld und SV Memmelsdorf. Herbert Ferner, zuständig für die Schiedsrichter (SR), hatte nur wenig Probleme. Er machte aber darauf aufmerksam, dass ein Spielleiter, wenn er sich von den Spielern nicht mehr akzeptiert fühlt, auch für ein Allerweltsvergehen »Rot« zücken kann, um sich Respekt zu verschaffen. Alle Verantwortlichen seien besonders gefordert, für die Sicherheit des Unparteiischen einzutreten, wenn dieser einmal einen schlechten Tag hat. Falls ein Trainer hinter die Bank geschickt wird, ist eine Meldung durch den Schiedsrichter die Folge. Heinz Ferber vom Sportgericht der Bayernliga (auch zuständig für die drei Landesligen) berichtete von 32 Vorkommnissen mit 48 Fällen, davon 32 gegen Spieler. Ein Balltreter wurde in der »Nord« für sechs, ein anderer für fünf Begegnungen aus dem Verkehr gezogen. Die Saison 2005/2006 in der Fußball-Landesliga Nordbayern beginnt am 30./31. Juli 2005. Der letzte Spieltag vor der Winterpause ist am 3./4. Dezember 2005. Weiter geht es am 4./5.März 2006, der letzte Spieltag ist am 27. Mai 2006. Stoßseufzer von Christof Hille: »Hoffentlich bleiben wir von einem 19er Feld verschont.« Das Eröffnungsspiel bestreiten FT Schweinfurt und FC 05 Schweinfurt am Freitag, 29. Juli 2005. Es sei denn, das Insolvenzverfahren beim ersten Bayernliga-Absteiger bringt ein anderes Ergebnis. Die nächste Tagung der Landesligisten ist am Montag, 4. Juli 2005 in Pettstadt oder Memmelsdorf.
red

 

 

 

 

 

 

 

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