Main-Echo Interview
06.11.2010

 
 
 

 

 

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»Ich bin mir sicher, dass es am Ende reicht«

Peter Rittger: Der Erlenbacher Sportvorstand vor der Partie gegen Margetshöchheim über Verletzungspech und den Abstiegskampf

Mit nur zehn Punkten auf der Habenseite steht der SV Erlenbach derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz in der Fußball-Bezirksoberliga Unterfranken. Neben den Siegen in Sulzfeld (2:1), gegen Uettingen (3:2) und Bergrheinfeld (3:1) kassierte die Truppe von Coach Armin Alexander teilweise auch deftige Niederlagen gegen Schollbrunn (0:5), Karlburg (0:6), Leinach (1:7) und Wiesentheid (0:5).

Hintergrundinfos
Am Sonntag steht für den SVE nun die richtungsweisende Partie gegen den Tabellenzehnten SG Margetshöchheim auf dem Programm. Unser Mitarbeiter Jörg Albert unterhielt sich mit dem Sportvorstand der Erlenbacher, Peter Rittger.


Herr Rittger, nach den ersten zwölf Spielen steht der SVE im Tabellenkeller der Bezirksoberliga. Welche Erklärungen haben Sie für den schwachen Saisonstart?

Unser Hauptproblem ist, dass wir schon seit der Vorbereitung im Sommer ständig viele verletzte und angeschlagene Spieler zu beklagen haben und teilweise eine komplette Mannschaft ersetzen müssen. Zudem sind wir unserem Konzept treu geblieben, dass wir in erster Linie auf junge, talentierte Spieler aus der eigenen Jugend und unteren Klassen setzen. Verschiedene Zahnrädchen greifen da noch nicht so ineinander wie wir uns das vorstellen.

Ihre Mannschaft hat nicht nur die wenigsten Treffer in der Liga geschossen, sondern auch die meisten Gegentore kassiert. Welche Baustellen muss Trainer Armin Alexander zuerst in den Griff bekommen?

Da wir derzeit im Angriff oft nicht durchschlagskräftig genug sind, stehen wir als logische Konsequenz hinten schnell unter Druck. Das größere Problem ist momentan wohl eher unser Offensivspiel, weil wir uns zu wenig Großchancen erarbeiten und die wenigen dann auch nicht nutzen. Gerade hier fehlen uns mit Manuel Krämer und Jens Mehrmann zwei wichtige Spieler, die im Grunde die komplette Vorrunde ausgefallen sind.
Sprung gepackt

Im Laufe der vergangenen Saison haben zahlreiche bewährte Kräfte wie Matthias Rieth, Thomas Spatz, Sven Unversucht, Ali Kaynar und Christos Patsiouras den SVE verlassen. Viele Neuzugänge stammen dagegen aus unteren Klassen und der eigenen Jugend. War der Substanzverlust für die Bezirksoberliga zu groß?
Nein, wir haben zwar einige erfahrene Spieler abgegeben, aber Talente wie Fabian Neuberger, Manuel Lux, Baris Eren oder Maurice Neuwirth haben den Sprung schon gepackt und werden diese Lücken auf Dauer schließen können. Mit Christos Patsiouras haben wir sicher den besten Keeper der Bezirksoberliga abgegeben, aber unsere beiden jungen Torhüter Eric Hennrich und Alexander Staudt entwickeln sich prächtig und werden in die Fußstapfen von Christos hinein wachsen. Bis auf Christos haben die genannten Spieler in der abgelaufenen Rückrunde überhaupt keine Rolle gespielt. Unversucht und Kaynar haben in der Summe gerade mal fünf Einsätze absolviert, Spatz und Rieth sind ja bereits in der Winterpause gewechselt.

Auch bei der SVE-Reserve läuft es derzeit in der Kreisklasse alles andere als rund. Schlagen sich hier nur die Personalprobleme aus der ersten Mannschaft durch oder gibt es hier noch andere Ursachen für die Misere?
Die zweite Mannschaft leidet natürlich noch massiver unter den Personalproblemen und muss jede Woche sechs bis sieben Spieler für die Bezirksoberliga abstellen, so dass wir Akteure einsetzen müssen, die teilweise mehrere Jahre nicht gespielt haben.. Hinzu kommt, dass die Kreisklasse in dieser Saison sehr stark und ausgeglichen besetzt ist.

Was stimmt sie positiv, dass die Mannschaft den Abstieg in die Bezirksliga vermeiden kann und die Saison ein positives Ende für den SVE findet?
Unsere Spieler sind durch die Bank feine Charaktere, die sich mit dem SV Erlenbach identifizieren und alles dafür geben werden, dass wir nicht absteigen. Wenn unsere verletzten Spieler zurückkommen und wir vom Verletzungspech verschont bleiben, bin ich mir sicher, dass es am Ende reichen wird.


Zur Person: Peter Rittger
Alter: 33
Wohnort: Obernburg
Beruf: Immobilienmakler
Familienstand: ledig
Bisherige Vereine als Spieler: BSC Elsenfeld, Viktoria Aschaffenburg, SV Erlenbach
Funktion beim SV Erlenbach: Sportvorstand (seit 2006)
Saisonziel: Nichtabstieg
 

 

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