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»Ich bin mir sicher, dass es am Ende reicht«
Peter Rittger: Der
Erlenbacher Sportvorstand vor der Partie gegen Margetshöchheim
über Verletzungspech und den Abstiegskampf
Mit nur zehn Punkten auf der Habenseite steht der SV Erlenbach
derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz in der
Fußball-Bezirksoberliga Unterfranken. Neben den Siegen in Sulzfeld
(2:1), gegen Uettingen (3:2) und Bergrheinfeld (3:1) kassierte die
Truppe von Coach Armin Alexander teilweise auch deftige
Niederlagen gegen Schollbrunn (0:5), Karlburg (0:6), Leinach (1:7)
und Wiesentheid (0:5).
Hintergrundinfos
Am Sonntag steht für den SVE nun die richtungsweisende Partie
gegen den Tabellenzehnten SG Margetshöchheim auf dem Programm.
Unser Mitarbeiter Jörg Albert unterhielt sich mit dem
Sportvorstand der Erlenbacher, Peter Rittger.
Herr Rittger, nach den ersten zwölf Spielen steht
der SVE im Tabellenkeller der Bezirksoberliga. Welche Erklärungen
haben Sie für den schwachen Saisonstart?
Unser Hauptproblem ist, dass wir schon seit der Vorbereitung im
Sommer ständig viele verletzte und angeschlagene Spieler zu
beklagen haben und teilweise eine komplette Mannschaft ersetzen
müssen. Zudem sind wir unserem Konzept treu geblieben, dass wir in
erster Linie auf junge, talentierte Spieler aus der eigenen Jugend
und unteren Klassen setzen. Verschiedene Zahnrädchen greifen da
noch nicht so ineinander wie wir uns das vorstellen.
Ihre Mannschaft hat nicht nur die wenigsten Treffer in der
Liga geschossen, sondern auch die meisten Gegentore kassiert.
Welche Baustellen muss Trainer Armin Alexander zuerst in den Griff
bekommen?
Da wir derzeit im Angriff oft nicht durchschlagskräftig genug
sind, stehen wir als logische Konsequenz hinten schnell unter
Druck. Das größere Problem ist momentan wohl eher unser
Offensivspiel, weil wir uns zu wenig Großchancen erarbeiten und
die wenigen dann auch nicht nutzen. Gerade hier fehlen uns mit
Manuel Krämer und Jens Mehrmann zwei wichtige Spieler, die im
Grunde die komplette Vorrunde ausgefallen sind.
Sprung gepackt
Im Laufe der vergangenen Saison haben zahlreiche
bewährte Kräfte wie Matthias Rieth, Thomas Spatz, Sven Unversucht,
Ali Kaynar und Christos Patsiouras den SVE verlassen. Viele
Neuzugänge stammen dagegen aus unteren Klassen und der eigenen
Jugend. War der Substanzverlust für die Bezirksoberliga zu groß?
Nein, wir haben zwar einige erfahrene Spieler abgegeben, aber
Talente wie Fabian Neuberger, Manuel Lux, Baris Eren oder Maurice
Neuwirth haben den Sprung schon gepackt und werden diese Lücken
auf Dauer schließen können. Mit Christos Patsiouras haben wir
sicher den besten Keeper der Bezirksoberliga abgegeben, aber
unsere beiden jungen Torhüter Eric Hennrich und Alexander Staudt
entwickeln sich prächtig und werden in die Fußstapfen von Christos
hinein wachsen. Bis auf Christos haben die genannten Spieler in
der abgelaufenen Rückrunde überhaupt keine Rolle gespielt.
Unversucht und Kaynar haben in der Summe gerade mal fünf Einsätze
absolviert, Spatz und Rieth sind ja bereits in der Winterpause
gewechselt.
Auch bei der SVE-Reserve läuft es derzeit in der
Kreisklasse alles andere als rund. Schlagen sich hier nur die
Personalprobleme aus der ersten Mannschaft durch oder gibt es hier
noch andere Ursachen für die Misere?
Die zweite Mannschaft leidet natürlich noch massiver unter den
Personalproblemen und muss jede Woche sechs bis sieben Spieler für
die Bezirksoberliga abstellen, so dass wir Akteure einsetzen
müssen, die teilweise mehrere Jahre nicht gespielt haben.. Hinzu
kommt, dass die Kreisklasse in dieser Saison sehr stark und
ausgeglichen besetzt ist.
Was stimmt sie positiv, dass die Mannschaft den Abstieg in
die Bezirksliga vermeiden kann und die Saison ein positives Ende
für den SVE findet?
Unsere Spieler sind durch die Bank feine Charaktere, die sich mit
dem SV Erlenbach identifizieren und alles dafür geben werden, dass
wir nicht absteigen. Wenn unsere verletzten Spieler zurückkommen
und wir vom Verletzungspech verschont bleiben, bin ich mir sicher,
dass es am Ende reichen wird.
Zur Person: Peter
Rittger
Alter: 33
Wohnort: Obernburg
Beruf: Immobilienmakler
Familienstand: ledig
Bisherige Vereine als Spieler: BSC Elsenfeld, Viktoria
Aschaffenburg, SV Erlenbach
Funktion beim SV Erlenbach: Sportvorstand (seit 2006)
Saisonziel: Nichtabstieg
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