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Main - Echo
27.07.2005

 
 
 

 

 

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Die Landesliga ist attraktiver geworden

 

Haibach/Erlenbach/Kahl. Der Countdown läuft in der Fußball-Landesliga Nordbayern: Nur noch wenige Tage, dann ertönt am Donnerstagabend in der Begegnung FT Schweinfurt gegen Aidhausen der erste Pfiff für die Saison 2005/2006. Mit den traditionsreichen FC Schweinfurt 05 (Insolvenz in der Bayernliga) und den Würzburger Kickers (Aufsteiger aus der Bezirksoberliga) hat die Klasse zweifellos an Attraktivität gewonnen.

Nicht mehr dabei ist der Würzburger FV, der nach dem Landesliga-Titelgewinn in Bayerns höchster Amateurliga auf Torejagd geht. Abgestiegen aus der »Nord« sind SV Memmelsdorf (nach der Relegation), TSV Sulzfeld, FC Haßfurt, Bayern Kitzingen und SV Pettstadt.

Die 18 Teams in der Liga - zehn aus Unterfranken, acht aus Oberfranken - komplettieren die Spvgg Selbitz (in der Nähe von Hof beheimatet) als Meister der BOL Oberfranken, der Zweite TSV Mönchröden (Stadtteil von Rödental bei Coburg) und der Vizemeister der BOL Unterfranken, TSV Lengfeld. Die Experten erwarten in der Meisterschaftsfrage ein heißes Rennen zwischen Hof, Würzburg, Sand, FC 05 Schweinfurt und Bamberg.

Erfreulich, dass wieder drei Untermainteams in den Kampf um die Punkte eingreifen, nachdem sich der SV Erlenbach mit einem furiosen Schlussspurt noch den Klassenerhalt gesichert hat. In Haibach, Kahl und Erlenbach heißt es bei der Besetzung der Trainerposten: Neue Besen kehren gut. Dabei vertrauen Haibach mit dem 38-jährigen Rudi Elbert (für Jürgen Baier) und Kahl mit dem gleichaltrigen Antonio Abbruzzese (für Michael Fuchs) jüngeren Leuten. Erlenbach setzt dagegen mit dem 61-jährigen Manfred Brunner (für Joachim Hufgard) auf Erfahrung. Während es für Elbert und Abbruzzese die ersten Bewährungsproben als Übungsleiter sind (beide kickten aber bereits aktiv in dieser Klasse), ist Brunner in der Landesliga Nord kein Unbekannter mehr. Er betreute schon die Kahler Viktoria.

Die Favoritenbürde im westlichen Zipfel Unterfrankens tragen eindeutig die Haibacher. In Kahl, dort hat ein Riesenumbruch stattgefunden, gibt die Vereinsführung bescheiden als Ziel den Klassenerhalt, an. Auch die Erlenbacher sind Realisten: Nicht absteigen und nicht mehr so lange zittern wie in der vergangenen Runde.

Wolfgang Schwarzkopf

SV Erlenbach  -  »Grünschnäbel suchen ihren Rhytmus


Bild: Die Neuen beim SV Erlenbach (von links): Andre Hartig, Marcel Geyer, Thorsten Konrad, Dimitrios Petridis, Andre Amrhein, Guiseppe Lombardo, Sebastian Süß, Simon Scholz und Volkan Dogan. - Foto: Harald Schreiber

In Erlenbach denken die Fans noch immer an die Höhepunkte der vergangenen Saison. Die Triumphe des SV daheim über Bayern Hof und den Würzburger FV sowie die Schlussoffensive

mit dem Happy End fünf Minuten vor Zwölf werden sie so schnell wohl nicht vergessen. Für die Vorstandschaft und den neuen Trainer Manfred Brunner hat aber des Ernst des Lebens schon seit einiger Zeit wieder begonnen. Und da gab und gibt es nicht nur viel Arbeit, weil der Verein mit Blick auf die Zukunft lange Zeit zweigleisig fahren musste. Es kam hinzu, dass trotz des vermiedenen Abstiegs etliche Balljongleure Erlenbach den Rücken gekehrt haben, darunter Michael Osei (Alemannia Haibach), Bernd Hafner (Sportfreunde Sailauf) und Johannes Hein (Viktoria Kahl).

Kein Wunder, dass Manfred Brunner - er unterschrieb seinen Vertrag vor einem Vierteljahr - mit der jetzigen Situation seine Probleme hat. Der Übungsleiter bescheinigt seinen Männern viel Leidenschaft, guten Willen und Einsatz. Doch ob das für die Landesliga reicht? Der 61 Jahre alte Coach befürchtet, dass er bald für Unzulänglichkeiten, die er nicht zu verantworten hat, zum alleinigen Sündenbock gestempelt wird. Dabei verweist er auch auf das Fehlen der bewährten Kräfte wie Carlo Rittger und Andreas Deckelmann, die von September bis Dezember 2005 ein Auslandspraktikum absolvieren. Auch Urlauber Mario Gudelj muss am Anfang ersetzt werden.

Deshalb hat Brunner als Saisonziel ganz klar den Klassenerhalt ausgegeben. Für das erste Spiel in der Landesliga Nord - es wurde auf Wunsch der Mitterteicher von Samstag auf Sonntag verlegt - haben der Ex-Rauenberger Thorsten Konrad auf der linken Außenbahn, Youngster Simon Scholz im defensiven und Marcel Geyer (früher TSV Krausenbach) im offensiven Mittelfeld ihre Plätze sicher. Der Rest stellt sich von selbst auf: Im Tor steht Zugang Sven Schröer und wird gleich zeigen, was er kann. Die Dreier-Abwehrkette bilden Carlo Rittger, Sascha Fischer und Sebastian Süß (früher Obernau), das Mittelfeld ergänzen Tobias Eck und Andreas Deckelmann. Hinter der Sturmspitze Mehmet Yalcin wird Marcel Geyer von Nyazi Gülen unterstützt.

Für Marcus Schlosser war die lange Zeit ungeklärte Frage: Schafft die Mannschaft die Klasse, oder muss sie absteigen? Ein großer Unsicherheitsfaktor bei de Aufgabe, die Truppe gezielt zu verstärken. So musste der SVE-Sportvorstand innerhalb weniger Wochen wichtige Entscheidungen treffen. Auch er kritisiert, so wörtlich, »die Unzuverlässigkeit der Kandidaten«, die dem SV erst zugesagt, dann aber doch gekniffen haben. Zwei besonders krasse Beispiele: Da waren Passanträge schon unterschrieben, am Ende aber die Tinte nicht wert. Auch mündliche Erklärungen entpuppten sich als Luftblasen. Die Abwesenheit einiger Kicker aus Urlaubs- oder privaten Gründen nimmt er nicht so tragisch: »Wir sind ein Amateurverein und da kann jeder Urlaub machen wann er will.« Sportlich peilt er trotz der vielen Nackenschläge Rang zehn an. »Wichtig ist, dass wir unseren Rhythmus finden.«

Erlenbachs Präsident Udo Berninger möchte auf keinen Fall eine so stressige Runde wie im vorigen Jahr erleben. Er verweist nicht ohne Stolz auf den mit 25.000 Euro extrem niedrigen Etat für diese Liga. In Kürze werden die Kabinen und die Duschen im Vereinsheim auf Vordermann gebracht. Eine Fotovoltaikanlage dokumentiert die umweltfreundlichen Bemühungen des SVE. Das Ganze kostet 30.000 Euro.

Berninger appelliert an die treuen Zuschauer, ihre Mannschaft nicht im Stich zu lassen: »Unsere Grünschnäbel - Altersdurchschnitt 22 Jahre - brauchen diese Unterstützung.«

wosch

SV Erlenbach

Gesamtkader: Tor: Sven Schröer, Thomas Kaupert, Raffael Schnall; Abwehr: Carlo Rittger, Mario Gudelj, Leander Abb, Stefan Becker, Ilker Colak, Thomas Wykretowicz, Vitaly Gert, Sebastian Süß, Simon Scholz, Alexander Herdt; Mittelfeld: Ralph Wolfstetter, Guiseppe Lombardo, Peter Rittger, Tobias Eck, Sascha Fischer, Thorsten Schmidt, Thorsten Konrad, Andre Hartig, Dimitrios Petridis, Marcel Geyer, Alexander Kobolt, Jens Mehrmann, Christian Beister, Matthias Rieth; Angriff: Nyazi Gülen, Andreas Deckelmann, Mehmet Yalcin, Volkan Dogan, Andre Amrhein. - Zugänge: Sven Schröer (Viktoria Aschaffenburg), Sebastian Süß (Teutonia Obernau), Marcel Geyer (TSV Krausenbach), Thorsten Konrad (FC Rauenberg), Volkan Dogan, Thomas Kaupert (FC Bürgstadt), Simon Scholz, Andre Hartig (eigene Junioren), Dimitrios Petridis (FSV Wörth), Andre Amrhein (SV Hobbach). - Abgänge: Martin Schanz (Spfr. Seligenstadt), Michael Osei (Alemannia Haibach), Bernd Hafner (Spfr. Sailauf), Johannes Hein, Patric Gores, Ali Devioglu (alle Viktoria Kahl), Sven Billinger (FC Laudenbach, Spielertrainer). - Trainer: Manfred Brunner (im ersten Jahr), Co-Trainer: Peter Rittger (im ersten Jahr), Torwarttrainer: Gerald Häckl (im zweiten Jahr). - Saisonziel: Zehnter Tabellenplatz. - Meistertipp: Spvgg Bayern Hof, FC Sand. - Erwarteter Zuschauerschnitt: 280.


Ist Haibach der Hecht im Karpfenteich?
 


Bild: Haibachs Trainer Rudi Elbert (links) und seine Neuen (von links): Sebastian Zang, Erik Wagner, Patrick Kraus, Marcel Tourhan, Michael Osei und Dominik Reb. - Foto: Peter Katzendobler

Auch wenn sich die Haibacher Führungsetage noch sehr bedeckt hält, die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Die Grün-Weißen können den Hecht im Karpfenteich spielen. Die Mannschaft hat schon in der vergangenen Saison gezeigt, was sie alles drauf hat, war aber zu unbeständig in ihren Leistungen. Der letztjährige Tabellensechste der Fußball-Landesliga Nord hat praktisch keinen Abgang aus der Stammformation zu verzeichnen, ist also ein eingespieltes Team. Mit Erik Wagner (VfR Goldbach) und Michael Osei (SV Erlenbach) schnuppern zwei große Verstärkungen Haibacher Höhenluft.

Für den Vorsitzenden Armin Neugebauer war bei den Transfers auch in diesem Jahr Sparsamkeit die erste Bürgerpflicht. Erfreulich in diesem Zusammenhang, dass die Rechnung abgegebene Spieler minus neue Spieler unter dem Strich eine schwarze Zahl ergab. Auch der Trainerstab ist kleiner geworden. Der Etat ist gedeckt, der zuständige Ausschuss hat das Zahlenwerk genehmigt. Die Aufwandsentschädigungen richten sich in der Hauptsache nach dem bewährten Prämiensystem. Der Verein schloss mit den Ballkünstlern leistungsorientierte Vereinbarungen ab. Mit Hilfe von Sponsoren wurde das Dachgeschoss des Clubheimes ausgebaut, ein Biergarten installiert.

Sportchef Thorsten Redeker machte die ersten Schritte auf dem Parkett als Spielereinkäufer und bekannte: »Das ist ein Fulltimejob.« Mit Erik Wagner und Michael Osei lockte er zwei Wunschkandidaten nach Haibach Gerne hätte er auch noch den Keilberger Torsten Zeuch und den Kahler Andreas Rimpler zu den Alemannen geholt. Diese Transaktionen zerschlugen sich. Redeker konnte oft nur stauen: Manche Kicker überschätzen sich maßlos und warteten mit horrenden Gehaltsvorstellungen auf. Jetzt gelte es, den Schwung aus der Vorbereitung in die Punktspielrunde hinüber zu nehmen. »Wir haben eine tolle Truppe, die wie Pech und Schwefel zusammen hält.«

Trainer Rudi Elbert hat mit Wohlwollen die Frühform seiner Jungs beobachtet, will dies aber nicht überbewerten. Er weiß genau: »Entscheidend ist die Zeit ab dem 30. Juli, aber Siege bringen Selbstvertrauen.«

Taktisch besitzt er vor allem in der Offensive mehrere Varianten (zwei, drei oder gar nur eine Spitze). Um den Torwartposten balgen sich Daniel Diaconu (»Er ist eine Institution«) und Florian Kreusser. Davor verrichten der Libero (vermutlich Michael Osei) und zwei Manndecker (hier hat Elbert mit Michael Fleckenstein, Tino Staab, Michael Kempf, Jochen Kraus, Gabriel Akman und Sebastian Aulbach die Qual der Wahl) vorrangig die Abwehrarbeit. Im Mittelfeld sind Patrick Zimlich, Michael Behncke, Christian März, Georg Dorn und Simon Schmidt erste Anwärter. Im Angriff dürfen sich Michael Neumann, Sebastian Feyh und Erik Wagner große Hoffnungen machen.

Einen Ausfall beklagen die Haibacher aber bereits: Georg Dorn brach sich beim Turnier in Leider den Mittelhandknochen, muss noch mindestens vier Wochen pausieren. Ein vertrautes Gesicht werden die Fans zudem nicht mehr auf dem Rasen sehen. Klaus Hildenbeutel hängt nach 18 Jahren für die Alemannen - nur einmal für eine Saison unterbrochen - die Fußballschuhe an den Nagel. Der 36 Jahre alte Ex-Kapitän bestritt über 500 Spiele für die erste Mannschaft im grün-weißen Trikot, will es künftig als Spielertrainer im zweiten Glied etwas ruhiger angehen lassen.

wosch

Alemannia Haibach


Tor: Daniel Diaconu, Florian Kreusser; Abwehr: Gabriel Akman, Sebastian Aulbach, Michael Kempf, Jochen Kraus, Michael Osei, Stefanos Papadimas, Tino Staab; Mittelfeld: Michael Behncke, Steffen Bolze, Georg Dorn, Christoph Fleckenstein, Patrick Kraus, Nico Kowarschik, Christian März, Simon Schmidt, Patrick Zimlich; Angriff: Sebastian Feyh, Sascha Klug, Michael Neumann, Erik Wagner, Sebastian Zang. - Zugänge: Michael Osei (SV Erlenbach), Erik Wagner (VfR Goldbach), Patrick Kraus (FC Oberafferbach), Sebastian Zang (Spvgg Grünmorsbach), Dominik Reb, Marcel Tourhan (eigene Junioren). - Abgänge: Sven Durschang (SG Strietwald), Felix Kuhnhäuser (Spvgg Hösbach-Bahnhof), Sylvester Oribhabor (SV Vorwärts Kleinostheim), Marius Repp (FC Alsbach). - Trainer: Rudolf Elbert (im ersten Jahr), Co-Trainer: Klaus Hildenbeutel (im ersten Jahr). - Saisonziel: vorderes Tabellendrittel. - Meistertipp: Bayern Hof, Würzburger Kickers. - Erwarteter Zuschauerschnitt: 250.


Viktoria Kahl – Viele neue Gesichter versprechen einiges


Bild: Zahlreiche Zugänge verzeichnete Viktoria Kahl. Die Neuen: stehend (von links) Marco Wolf, Hans-Jürgen Körzel, Miguel Palacios, Jose Holebas, Ali Devioglu, Steffen Denk, Sebastian Scherf, Jochen Disser, Patric Gores und Trainer Antonio Abbruzzese sowie kniend Steffen Fuchs, Daniele Natale, Andre Althaus, Christian Marggraf, Marcel Lutz, Steffen Lippert und Johannes Hein. - Foto:
Peter Katzendobler

 
Elf Zugänge, neun Abgänge - Viktoria Kahl wird mit einer stark veränderten Mannschaft in die neue Saison starten. Insbesondere der Weggang von Andreas Rimpler wiegt für den Trainer schwer. Siggi Stadler hat sich aufs Altenteil zurückgezogen und Nikki Adam, eine weitere Abwehrstütze, ging nach Australien. Aber die Kahler, vor allem Marco Wolf als neuer Sportlicher Leiter, lagen nicht auf der faulen Haut.

Dabei hatte sich der 28-Jährige, bisher besser bekannt als eiskalter Torjäger, seinen Einstand als Käufer auf dem Spielermarkt - da entlastet er jetzt Fritz Will - nicht so schweißtreibend vorgestellt. Er trägt allein die Verantwortung für die neuen Balltreter. Mehr als 30 Namen zierten sein Notizbuch. Was bei seinen Einkaufstouren heraus kam, kann sich durchaus sehen lassen.

Elf Aktive heuerten bei den Sandhasen für die Runde 2005/2006 an, darunter einige Rohdiamanten, aber auch schon fertige Spieler. Und Kahl ist auf einem guten Weg, wie der Verlauf der Vorbereitung zeigt. Dabei erleichterten Marco Wolf die fußballerischen und freundschaftlichen Kontakte, die er während seiner aktiven Zeit geknüpft hatte, die Arbeit. Der Sportliche Leiter der Kahler bestätigte die Aussagen seiner Kollegen aus Haibach und Erlenbach. Auch ihn wurmt gewaltig, dass Akteure, für die er sich interessierte, trotz Handschlag wieder abgesprungen sind. Die Viktoria musste etwas tun, denn die dünne Spielerdecke im vergangenen Jahr wäre dem Verein fast zum Verhängnis geworden.

Vorsitzender Fritz Will weiß, dass solche Kraftakte wie 2004/2005 nicht immer wiederholt werden können. Da legte die Truppe mit acht ungeschlagenen Duellen in Folge den Grundstein dafür, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun hatte. Der zehnte Tabellenplatz des Vorjahres soll übertroffen werden. Sorgen bereiten dem »Chef« weiterhin die nicht mehr wachsenden Zuschauerzahlen. Und jetzt buhlt auch noch der Nachbar Bayern Alzenau, der in die Oberliga Hessen aufgestiegen ist, kräftig um die Zuschauer. Dank des harmonischen Verhältnisses zwischen beiden Vereinen gibt es aber keine Überschneidungen, weil Kahl bei Heimspielen der Bayern auf Freitag oder Sonntag ausweicht. Die Aktion für Dauerkarten ist gut angelaufen und Will hofft, dass die Zahl des Vorjahres mit 130 verkauften Tickets auch heuer wieder erreicht wird. Der Abstieg der unterfränkischen Vereinen Sulzfeld, Haßfurt und Kitzingen führe zu steigenden Kilometerzahlen bei den Auswärtsspielen, »die Fahrtkosten erhöhen sich«.

Coach Antonio Abbruzzese ist voll des Lobes über die bisher »super gelaufene« Vorbereitung. Nur das Missgeschick des Ex-Dammers Jose Holebas hat seine Planungen etwas durcheinander geworfen. Der Mittelfeldstratege zog sich beim Hahnenkammturnier einen Schlüsselbeinbruch zu, fällt noch acht Wochen aus. Viel Freude bereitet dem Trainer Steffen Lippert. Neben dem Ex-Unterafferbacher sind Volker Sedlacek und Johannes Hein für das Auftaktspiel gegen DVV Coburg »gesetzt«. Im Tor steht das Duell zwischen Andreas Will und Christian Marggraf derzeit unentschieden. Der Kampf um die restlichen Stammplätze ist voll entbrannt.

Abbruzzese ist drauf und dran, aus den wenigen übrig gebliebenen »Alten« und den vielen »Neuen« eine homogene Einheit zu bilden. Großen Wert legt er bei seinem Drei-vier-drei-System auf die taktische Disziplin. Im 24-köpfigen Kader sind dennoch vier hoffnungsvolle A-Junioren.

wosch

Viktoria Kahl

Tor: Andreas Will, Christian Marggraf, Marcel Lutz; Abwehr: Ermal Hashimi, Ulli Häufglöckner, Volker Sedlacek, Ali Eskibal, Jochen Disser, Bastian Scherf, Steffen Fuchs; Mittelfeld: Nils Noe, Gürbüz Acar, Fernando Vieira, Johannes Hein, Jose Holebas, Miguel Palacios, Michael Ambrosch; Angriff: Daniel Strack, Steffen Lippert, Patrick Gores, Ali Devioglu, Steffen Denk, Christian Trageser. - Zugänge: Christian Marggraf (Rot-Weiß Frankfurt), Marcel Lutz (Grün-Weiß Borken), Ali Eskibal (Türk Erlenbach), Jochen Disser, Sebastian Scherf (beide Teutonia Obernau), Johannes Hein, Patric Gores, Ali Devioglu (alle SV Erlenbach), Jose Holebas (SV Damm), Miguel Palacios (FC Oberrad), Steffen Lippert (FC Unterafferbach). - Abgänge: Michael Fuchs, Levent Baydar (beide Spvgg Rothengrund-Gunzenbach), Andreas Rimpler, Kai Althaus (beide Viktoria Aschaffenburg), Frank Janowitz, Sascha Hubert (beide Germania Dettingen), Sigbert Stadler (Beendigung der Laufbahn, Nikki Adam (beruflich nach Australien). - Trainer: Antonio Abbruzzese (im ersten Jahr). - Saisonziel: Klassenerhalt und schnelle Integration der neuen Spieler. - Meistertipp: Spvgg Bayern Hof, FC Sand, FC Schweinfurt 05. - Erwarteter Zuschauerschnitt: 300.

 

 

 

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