Die Landesliga ist attraktiver geworden
Haibach/Erlenbach/Kahl.
Der Countdown läuft in der
Fußball-Landesliga Nordbayern: Nur noch wenige Tage, dann ertönt
am Donnerstagabend in der Begegnung FT Schweinfurt gegen Aidhausen
der erste Pfiff für die Saison 2005/2006. Mit den
traditionsreichen FC Schweinfurt 05 (Insolvenz in der Bayernliga)
und den Würzburger Kickers (Aufsteiger aus der Bezirksoberliga)
hat die Klasse zweifellos an Attraktivität gewonnen.
Nicht mehr dabei ist der Würzburger FV, der nach dem
Landesliga-Titelgewinn in Bayerns höchster Amateurliga auf
Torejagd geht. Abgestiegen aus der »Nord« sind SV Memmelsdorf
(nach der Relegation), TSV Sulzfeld, FC Haßfurt, Bayern Kitzingen
und SV Pettstadt.
Die 18 Teams in der Liga - zehn aus Unterfranken, acht aus
Oberfranken - komplettieren die Spvgg Selbitz (in der Nähe von Hof
beheimatet) als Meister der BOL Oberfranken, der Zweite TSV
Mönchröden (Stadtteil von Rödental bei Coburg) und der Vizemeister
der BOL Unterfranken, TSV Lengfeld. Die Experten erwarten in der
Meisterschaftsfrage ein heißes Rennen zwischen Hof, Würzburg,
Sand, FC 05 Schweinfurt und Bamberg.
Erfreulich, dass wieder drei Untermainteams in den Kampf um die
Punkte eingreifen, nachdem sich der SV Erlenbach mit einem
furiosen Schlussspurt noch den Klassenerhalt gesichert hat. In
Haibach, Kahl und Erlenbach heißt es bei der Besetzung der
Trainerposten: Neue Besen kehren gut. Dabei vertrauen Haibach mit
dem 38-jährigen Rudi Elbert (für Jürgen Baier) und Kahl mit dem
gleichaltrigen Antonio Abbruzzese (für Michael Fuchs) jüngeren
Leuten. Erlenbach setzt dagegen mit dem 61-jährigen Manfred
Brunner (für Joachim Hufgard) auf Erfahrung. Während es für Elbert
und Abbruzzese die ersten Bewährungsproben als Übungsleiter sind
(beide kickten aber bereits aktiv in dieser Klasse), ist Brunner
in der Landesliga Nord kein Unbekannter mehr. Er betreute schon
die Kahler Viktoria.
Die Favoritenbürde im westlichen Zipfel Unterfrankens tragen
eindeutig die Haibacher. In Kahl, dort hat ein Riesenumbruch
stattgefunden, gibt die Vereinsführung bescheiden als Ziel den
Klassenerhalt, an. Auch die Erlenbacher sind Realisten: Nicht
absteigen und nicht mehr so lange zittern wie in der vergangenen
Runde.
Wolfgang Schwarzkopf
SV Erlenbach - »Grünschnäbel suchen ihren
Rhytmus

Bild:
Die Neuen beim SV Erlenbach (von links): Andre Hartig, Marcel
Geyer, Thorsten Konrad, Dimitrios Petridis, Andre Amrhein,
Guiseppe Lombardo, Sebastian Süß, Simon Scholz und Volkan Dogan. -
Foto: Harald Schreiber
In Erlenbach denken die Fans noch immer an die Höhepunkte der
vergangenen Saison. Die Triumphe des SV daheim über Bayern Hof und
den Würzburger FV sowie die Schlussoffensive
mit dem Happy End fünf Minuten vor Zwölf werden sie so schnell
wohl nicht vergessen. Für die Vorstandschaft und den neuen Trainer
Manfred Brunner hat aber des Ernst des Lebens schon seit einiger
Zeit wieder begonnen. Und da gab und gibt es nicht nur viel
Arbeit, weil der Verein mit Blick auf die Zukunft lange Zeit
zweigleisig fahren musste. Es kam hinzu, dass trotz des
vermiedenen Abstiegs etliche Balljongleure Erlenbach den Rücken
gekehrt haben, darunter Michael Osei (Alemannia Haibach), Bernd
Hafner (Sportfreunde Sailauf) und Johannes Hein (Viktoria Kahl).
Kein Wunder, dass Manfred Brunner - er unterschrieb seinen Vertrag
vor einem Vierteljahr - mit der jetzigen Situation seine Probleme
hat. Der Übungsleiter bescheinigt seinen Männern viel
Leidenschaft, guten Willen und Einsatz. Doch ob das für die
Landesliga reicht? Der 61 Jahre alte Coach befürchtet, dass er
bald für Unzulänglichkeiten, die er nicht zu verantworten hat, zum
alleinigen Sündenbock gestempelt wird. Dabei verweist er auch auf
das Fehlen der bewährten Kräfte wie Carlo Rittger und Andreas
Deckelmann, die von September bis Dezember 2005 ein
Auslandspraktikum absolvieren. Auch Urlauber Mario Gudelj muss am
Anfang ersetzt werden.
Deshalb hat Brunner als Saisonziel ganz klar den Klassenerhalt
ausgegeben. Für das erste Spiel in der Landesliga Nord - es wurde
auf Wunsch der Mitterteicher von Samstag auf Sonntag verlegt -
haben der Ex-Rauenberger Thorsten Konrad auf der linken Außenbahn,
Youngster Simon Scholz im defensiven und Marcel Geyer (früher TSV
Krausenbach) im offensiven Mittelfeld ihre Plätze sicher. Der Rest
stellt sich von selbst auf: Im Tor steht Zugang Sven Schröer und
wird gleich zeigen, was er kann. Die Dreier-Abwehrkette bilden
Carlo Rittger, Sascha Fischer und Sebastian Süß (früher Obernau),
das Mittelfeld ergänzen Tobias Eck und Andreas Deckelmann. Hinter
der Sturmspitze Mehmet Yalcin wird Marcel Geyer von Nyazi Gülen
unterstützt.
Für Marcus Schlosser war die lange Zeit ungeklärte
Frage: Schafft die Mannschaft die Klasse, oder muss sie absteigen?
Ein großer Unsicherheitsfaktor bei de Aufgabe, die Truppe gezielt
zu verstärken. So musste der SVE-Sportvorstand innerhalb weniger
Wochen wichtige Entscheidungen treffen. Auch er kritisiert, so
wörtlich, »die Unzuverlässigkeit der Kandidaten«, die dem SV erst
zugesagt, dann aber doch gekniffen haben. Zwei besonders krasse
Beispiele: Da waren Passanträge schon unterschrieben, am Ende aber
die Tinte nicht wert. Auch mündliche Erklärungen entpuppten sich
als Luftblasen. Die Abwesenheit einiger Kicker aus Urlaubs- oder
privaten Gründen nimmt er nicht so tragisch: »Wir sind ein
Amateurverein und da kann jeder Urlaub machen wann er will.«
Sportlich peilt er trotz der vielen Nackenschläge Rang zehn an.
»Wichtig ist, dass wir unseren Rhythmus finden.«
Erlenbachs Präsident Udo Berninger möchte auf keinen Fall eine so
stressige Runde wie im vorigen Jahr erleben. Er verweist nicht
ohne Stolz auf den mit 25.000 Euro extrem niedrigen Etat für diese
Liga. In Kürze werden die Kabinen und die Duschen im Vereinsheim
auf Vordermann gebracht. Eine Fotovoltaikanlage dokumentiert die
umweltfreundlichen Bemühungen des SVE. Das Ganze kostet 30.000
Euro.
Berninger appelliert an die treuen Zuschauer, ihre Mannschaft
nicht im Stich zu lassen: »Unsere Grünschnäbel -
Altersdurchschnitt 22 Jahre - brauchen diese Unterstützung.«
wosch
SV Erlenbach
Gesamtkader: Tor: Sven Schröer,
Thomas Kaupert, Raffael Schnall; Abwehr: Carlo Rittger, Mario
Gudelj, Leander Abb, Stefan Becker, Ilker Colak, Thomas
Wykretowicz, Vitaly Gert, Sebastian Süß, Simon Scholz, Alexander
Herdt; Mittelfeld: Ralph Wolfstetter, Guiseppe Lombardo, Peter
Rittger, Tobias Eck, Sascha Fischer, Thorsten Schmidt, Thorsten
Konrad, Andre Hartig, Dimitrios Petridis, Marcel Geyer, Alexander
Kobolt, Jens Mehrmann, Christian Beister, Matthias Rieth; Angriff:
Nyazi Gülen, Andreas Deckelmann, Mehmet Yalcin, Volkan Dogan,
Andre Amrhein. - Zugänge: Sven Schröer (Viktoria Aschaffenburg),
Sebastian Süß (Teutonia Obernau), Marcel Geyer (TSV Krausenbach),
Thorsten Konrad (FC Rauenberg), Volkan Dogan, Thomas Kaupert (FC
Bürgstadt), Simon Scholz, Andre Hartig (eigene Junioren),
Dimitrios Petridis (FSV Wörth), Andre Amrhein (SV Hobbach). -
Abgänge: Martin Schanz (Spfr. Seligenstadt), Michael Osei (Alemannia
Haibach), Bernd Hafner (Spfr. Sailauf), Johannes Hein, Patric
Gores, Ali Devioglu (alle Viktoria Kahl), Sven Billinger (FC
Laudenbach, Spielertrainer). - Trainer: Manfred Brunner (im ersten
Jahr), Co-Trainer: Peter Rittger (im ersten Jahr), Torwarttrainer:
Gerald Häckl (im zweiten Jahr). - Saisonziel: Zehnter
Tabellenplatz. - Meistertipp: Spvgg Bayern Hof, FC Sand. -
Erwarteter Zuschauerschnitt: 280.
Ist
Haibach der Hecht im Karpfenteich?

Bild:
Haibachs Trainer Rudi Elbert (links)
und seine Neuen (von links):
Sebastian Zang, Erik Wagner, Patrick Kraus, Marcel Tourhan,
Michael Osei und Dominik Reb. - Foto: Peter Katzendobler
Auch wenn sich die Haibacher Führungsetage noch sehr bedeckt hält,
die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Die Grün-Weißen können den
Hecht im Karpfenteich spielen. Die Mannschaft hat schon in der
vergangenen Saison gezeigt, was sie alles drauf hat, war aber zu
unbeständig in ihren Leistungen. Der letztjährige Tabellensechste
der Fußball-Landesliga Nord hat praktisch keinen Abgang aus der
Stammformation zu verzeichnen, ist also ein eingespieltes Team.
Mit Erik Wagner (VfR Goldbach) und Michael Osei (SV Erlenbach)
schnuppern zwei große Verstärkungen Haibacher Höhenluft.
Für den Vorsitzenden Armin Neugebauer war bei den Transfers auch
in diesem Jahr Sparsamkeit die erste Bürgerpflicht. Erfreulich in
diesem Zusammenhang, dass die Rechnung abgegebene Spieler minus
neue Spieler unter dem Strich eine schwarze Zahl ergab. Auch der
Trainerstab ist kleiner geworden. Der Etat ist gedeckt, der
zuständige Ausschuss hat das Zahlenwerk genehmigt. Die
Aufwandsentschädigungen richten sich in der Hauptsache nach dem
bewährten Prämiensystem. Der Verein schloss mit den Ballkünstlern
leistungsorientierte Vereinbarungen ab. Mit Hilfe von Sponsoren
wurde das Dachgeschoss des Clubheimes ausgebaut, ein Biergarten
installiert.
Sportchef Thorsten Redeker machte die ersten Schritte auf dem
Parkett als Spielereinkäufer und bekannte: »Das ist ein
Fulltimejob.« Mit Erik Wagner und Michael Osei lockte er zwei
Wunschkandidaten nach Haibach Gerne hätte er auch noch den
Keilberger Torsten Zeuch und den Kahler Andreas Rimpler zu den
Alemannen geholt. Diese Transaktionen zerschlugen sich. Redeker
konnte oft nur stauen: Manche Kicker überschätzen sich maßlos und
warteten mit horrenden Gehaltsvorstellungen auf. Jetzt gelte es,
den Schwung aus der Vorbereitung in die Punktspielrunde hinüber zu
nehmen. »Wir haben eine tolle Truppe, die wie Pech und Schwefel
zusammen hält.«
Trainer Rudi Elbert hat mit Wohlwollen die Frühform seiner Jungs
beobachtet, will dies aber nicht überbewerten. Er weiß genau:
»Entscheidend ist die Zeit ab dem 30. Juli, aber Siege bringen
Selbstvertrauen.«
Taktisch besitzt er vor allem in der Offensive mehrere Varianten
(zwei, drei oder gar nur eine Spitze). Um den Torwartposten balgen
sich Daniel Diaconu (»Er ist eine Institution«) und Florian
Kreusser. Davor verrichten der Libero (vermutlich Michael Osei)
und zwei Manndecker (hier hat Elbert mit Michael Fleckenstein,
Tino Staab, Michael Kempf, Jochen Kraus, Gabriel Akman und
Sebastian Aulbach die Qual der Wahl) vorrangig die Abwehrarbeit.
Im Mittelfeld sind Patrick Zimlich, Michael Behncke, Christian
März, Georg Dorn und Simon Schmidt erste Anwärter. Im Angriff
dürfen sich Michael Neumann, Sebastian Feyh und Erik Wagner große
Hoffnungen machen.
Einen Ausfall beklagen die Haibacher aber bereits: Georg Dorn
brach sich beim Turnier in Leider den Mittelhandknochen, muss noch
mindestens vier Wochen pausieren. Ein vertrautes Gesicht werden
die Fans zudem nicht mehr auf dem Rasen sehen. Klaus Hildenbeutel
hängt nach 18 Jahren für die Alemannen - nur einmal für eine
Saison unterbrochen - die Fußballschuhe an den Nagel. Der 36 Jahre
alte Ex-Kapitän bestritt über 500 Spiele für die erste Mannschaft
im grün-weißen Trikot, will es künftig als Spielertrainer im
zweiten Glied etwas ruhiger angehen lassen.
wosch
Alemannia Haibach
Tor: Daniel Diaconu, Florian Kreusser; Abwehr: Gabriel Akman,
Sebastian Aulbach, Michael Kempf, Jochen Kraus, Michael Osei,
Stefanos Papadimas, Tino Staab; Mittelfeld: Michael Behncke,
Steffen Bolze, Georg Dorn, Christoph Fleckenstein, Patrick Kraus,
Nico Kowarschik, Christian März, Simon Schmidt, Patrick Zimlich;
Angriff: Sebastian Feyh, Sascha Klug, Michael Neumann, Erik
Wagner, Sebastian Zang. - Zugänge: Michael Osei (SV Erlenbach),
Erik Wagner (VfR Goldbach), Patrick Kraus (FC Oberafferbach),
Sebastian Zang (Spvgg Grünmorsbach), Dominik Reb, Marcel Tourhan
(eigene Junioren). - Abgänge: Sven Durschang (SG Strietwald),
Felix Kuhnhäuser (Spvgg Hösbach-Bahnhof), Sylvester Oribhabor (SV
Vorwärts Kleinostheim), Marius Repp (FC Alsbach). - Trainer:
Rudolf Elbert (im ersten Jahr), Co-Trainer: Klaus Hildenbeutel (im
ersten Jahr). - Saisonziel: vorderes Tabellendrittel. -
Meistertipp: Bayern Hof, Würzburger Kickers. - Erwarteter
Zuschauerschnitt: 250.
Viktoria Kahl –
Viele neue Gesichter versprechen einiges

Bild: Zahlreiche Zugänge verzeichnete Viktoria Kahl. Die Neuen:
stehend (von links) Marco Wolf, Hans-Jürgen Körzel, Miguel
Palacios, Jose Holebas, Ali Devioglu, Steffen Denk, Sebastian
Scherf, Jochen Disser, Patric Gores und Trainer Antonio Abbruzzese
sowie kniend Steffen Fuchs, Daniele Natale, Andre Althaus,
Christian Marggraf, Marcel Lutz, Steffen Lippert und Johannes
Hein. - Foto: Peter Katzendobler
Elf Zugänge, neun Abgänge - Viktoria Kahl wird mit einer stark
veränderten Mannschaft in die neue Saison starten. Insbesondere
der Weggang von Andreas Rimpler wiegt für den Trainer schwer.
Siggi Stadler hat sich aufs Altenteil zurückgezogen und Nikki
Adam, eine weitere Abwehrstütze, ging nach Australien. Aber die
Kahler, vor allem Marco Wolf als neuer Sportlicher Leiter, lagen
nicht auf der faulen Haut.
Dabei hatte sich der 28-Jährige, bisher besser bekannt als
eiskalter Torjäger, seinen Einstand als Käufer auf dem
Spielermarkt - da entlastet er jetzt Fritz Will - nicht so
schweißtreibend vorgestellt. Er trägt allein die Verantwortung für
die neuen Balltreter. Mehr als 30 Namen zierten sein Notizbuch.
Was bei seinen Einkaufstouren heraus kam, kann sich durchaus sehen
lassen.
Elf Aktive heuerten bei den Sandhasen für die Runde 2005/2006 an,
darunter einige Rohdiamanten, aber auch schon fertige Spieler. Und
Kahl ist auf einem guten Weg, wie der Verlauf der Vorbereitung
zeigt. Dabei erleichterten Marco Wolf die fußballerischen und
freundschaftlichen Kontakte, die er während seiner aktiven Zeit
geknüpft hatte, die Arbeit. Der Sportliche Leiter der Kahler
bestätigte die Aussagen seiner Kollegen aus Haibach und Erlenbach.
Auch ihn wurmt gewaltig, dass Akteure, für die er sich
interessierte, trotz Handschlag wieder abgesprungen sind. Die
Viktoria musste etwas tun, denn die dünne Spielerdecke im
vergangenen Jahr wäre dem Verein fast zum Verhängnis geworden.
Vorsitzender Fritz Will weiß, dass solche Kraftakte wie 2004/2005
nicht immer wiederholt werden können. Da legte die Truppe mit acht
ungeschlagenen Duellen in Folge den Grundstein dafür, dass sie mit
dem Abstieg nichts zu tun hatte. Der zehnte Tabellenplatz des
Vorjahres soll übertroffen werden. Sorgen bereiten dem »Chef«
weiterhin die nicht mehr wachsenden Zuschauerzahlen. Und jetzt
buhlt auch noch der Nachbar Bayern Alzenau, der in die Oberliga
Hessen aufgestiegen ist, kräftig um die Zuschauer. Dank des
harmonischen Verhältnisses zwischen beiden Vereinen gibt es aber
keine Überschneidungen, weil Kahl bei Heimspielen der Bayern auf
Freitag oder Sonntag ausweicht. Die Aktion für Dauerkarten ist gut
angelaufen und Will hofft, dass die Zahl des Vorjahres mit 130
verkauften Tickets auch heuer wieder erreicht wird. Der Abstieg
der unterfränkischen Vereinen Sulzfeld, Haßfurt und Kitzingen
führe zu steigenden Kilometerzahlen bei den Auswärtsspielen, »die
Fahrtkosten erhöhen sich«.
Coach Antonio Abbruzzese ist voll des Lobes über die bisher »super
gelaufene« Vorbereitung. Nur das Missgeschick des Ex-Dammers Jose
Holebas hat seine Planungen etwas durcheinander geworfen. Der
Mittelfeldstratege zog sich beim Hahnenkammturnier einen
Schlüsselbeinbruch zu, fällt noch acht Wochen aus. Viel Freude
bereitet dem Trainer Steffen Lippert. Neben dem
Ex-Unterafferbacher sind Volker Sedlacek und Johannes Hein für das
Auftaktspiel gegen DVV Coburg »gesetzt«. Im Tor steht das Duell
zwischen Andreas Will und Christian Marggraf derzeit
unentschieden. Der Kampf um die restlichen Stammplätze ist voll
entbrannt.
Abbruzzese ist drauf und dran, aus den wenigen übrig gebliebenen
»Alten« und den vielen »Neuen« eine homogene Einheit zu bilden.
Großen Wert legt er bei seinem Drei-vier-drei-System auf die
taktische Disziplin. Im 24-köpfigen Kader sind dennoch vier
hoffnungsvolle A-Junioren.
wosch
Viktoria Kahl
Tor: Andreas Will, Christian Marggraf, Marcel Lutz; Abwehr: Ermal
Hashimi, Ulli Häufglöckner, Volker Sedlacek, Ali Eskibal, Jochen
Disser, Bastian Scherf, Steffen Fuchs; Mittelfeld: Nils Noe,
Gürbüz Acar, Fernando Vieira, Johannes Hein, Jose Holebas, Miguel
Palacios, Michael Ambrosch; Angriff: Daniel Strack, Steffen
Lippert, Patrick Gores, Ali Devioglu, Steffen Denk, Christian
Trageser. - Zugänge: Christian Marggraf (Rot-Weiß Frankfurt),
Marcel Lutz (Grün-Weiß Borken), Ali Eskibal (Türk Erlenbach),
Jochen Disser, Sebastian Scherf (beide Teutonia Obernau), Johannes
Hein, Patric Gores, Ali Devioglu (alle SV Erlenbach), Jose Holebas
(SV Damm), Miguel Palacios (FC Oberrad), Steffen Lippert (FC
Unterafferbach). - Abgänge: Michael Fuchs, Levent Baydar (beide
Spvgg Rothengrund-Gunzenbach), Andreas Rimpler, Kai Althaus (beide
Viktoria Aschaffenburg), Frank Janowitz, Sascha Hubert (beide
Germania Dettingen), Sigbert Stadler (Beendigung der Laufbahn,
Nikki Adam (beruflich nach Australien). - Trainer: Antonio
Abbruzzese (im ersten Jahr). - Saisonziel: Klassenerhalt und
schnelle Integration der neuen Spieler. - Meistertipp: Spvgg
Bayern Hof, FC Sand, FC Schweinfurt 05. - Erwarteter
Zuschauerschnitt: 300.
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